Coronavirus: Was jeder Einzelne tun kann

Wichtig ist, sich an bestimmte Hygieneregeln zu halten, um sich selbst und andere zu schützen und die Verbreitung des Virus zu stoppen. Welche Schutzmaßnahmen wichtig sind, haben wir für Sie zusammengestellt

Das Coronavirus SARS-CoV-2 breitet sich immer weiter aus. Mindestens 15 europäische Länder sind mittlerweile betroffen, in Deutschland gibt es derzeit über 30 bestätigte Infektionen. Vor allem Nordrhein-Westfalen meldet zunehmend neue Fälle. Ein infiziertes Ehepaar hatte dort eine Karnevalssitzung mit hunderten Gästen besucht. Nun gibt es auch in Hamburg und Hessen erste bestätigte Infektionen.

Ziel: Die Verbreitung des Virus verlangsamen

Laut Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI) Professor Lothar Wieler gilt es jetzt, Zeit zu gewinnen, also die Verbreitung des Virus zu verlangsamen. Denn aktuell gibt es kein Medikament, das nachweisbar gegen das Coronavirus wirkt. „Mit jedem gewonnenen Monat steigt die Chance, dass uns ein Therapeutikum zur Verfügung steht“, sagte Wieler. Mit einem Impfstoff sei wegen der aufwändigen Verfahren in diesem Jahr jedoch voraussichtlich nicht mehr zu rechnen.

Gerade für ältere Menschen besonders im Alter ab 80 Jahren sowie für Personen mit schweren Vorerkrankungen kann das Coronavirus gefährlich werden. Laut RKI-Präsident Wieler verlaufen mehr als 80 Prozent der Infektionen mild, rund 15 Prozent der Infizierten erkranken schwer, ein bis zwei Prozent der Fälle enden tödlich. Es müssten daher alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um Erkrankungen zu verhindern.

Dazu kann jede einzelne Person etwas beitragen. Wichtig ist, sich an bestimmte Hygieneregeln zu halten, um sich selbst und andere zu schützen und die Verbreitung des Virus zu stoppen. Welche Schutzmaßnahmen wichtig sind, haben wir für Sie zusammengestellt:

In Taschentuch oder Armbeuge niesen

Das Coronavirus wird durch Tröpfchen übertragen. Beim Husten und Niesen gelangt Sekret aus den Atemwegen in Tröpfchenform in die Umgebung. Steht eine andere Person in der Nähe und atmet die Tröpfchen ein, kann sie sich mit den Erregern infizieren. Um Ansteckungen zu vermeiden, sollte man beim Husten und Niesen also dringend auf folgende Etikette achten:

  • Halten Sie mindestens einen Meter Abstand von einer Person und drehen Sie sich weg.
  • Niesen Sie nicht in die Hand. Denn: „Das Virus bleibt dort eine Zeit lang überlebensfähig“, erklärte Wieler. So könne man es beim Händeschütteln weitergeben.
  • Niesen und husten Sie stattdessen in die Armbeuge oder am besten in ein Taschentuch. Entsorgen Sie es nach einmaligem Gebrauch in einem Mülleimer mit Deckel.

Hände waschen

Viele Infektionskrankheiten wie zum Beispiel die Grippe werden über die Hände übertragen. Wir berühren täglich unzählige Gegenstände, fassen uns an die Nase und kommen so ständig mit Keimen in Kontakt. Beim Händeschütteln geben wir sie dann an andere weiter. Ein wirksames Mittel, um diese Kette zu durchbrechen: regelmäßig die Hände zu waschen. Zum Beispiel nachdem man die Nase geputzt oder den Müll entsorgt hat sowie vor dem Kochen oder der Einnahme von Medikamenten. Damit schützen Sie sich und andere.

So geht es richtig: Die Hände mit Wasser befeuchten und gründlich mit Seife für etwa 20 bis 30 Sekunden einschäumen. Dabei Handinnenflächen, Handrücken, Fingerspitzen, Fingerzwischenräume und Daumen berücksichtigen. Die Hände unter fließendem Wasser abspülen und anschließend sorgfältig abtrocknen. Zu Hause sollte jeder sein eigenes Handtuch benutzen. In öffentlichen Toiletten eignen sich Einmalhandtücher.

Quelle : https://www.apotheken-umschau.de/Lunge/Coronavirus-Was-jeder-Einzelne-tun-kann-557351.html

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